
Als Schirmherr des 41. Internationalen Hürtgenwaldmarsches heißt Bürgermeister Stephan Cranen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich willkommen. In seinem Grußwort stellt er die Bedeutung des gemeinsamen Erinnerns, der historischen Auseinandersetzung sowie von Frieden und Zusammenhalt in den Mittelpunkt.
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
es ist mir eine besondere Ehre, Sie zum 41. Internationalen Hürtgenwaldmarsch begrüßen zu dürfen.
Hürtgenwald ist ein Ort, der wie kaum ein anderer in unserer Region für die Schrecken des Krieges steht. In den Monaten ab Herbst 1944 wurde diese Landschaft zum Schauplatz erbitterter Kämpfe, die Tausende Menschenleben forderten. Hinter den Toten stehen persönliche Schicksale: Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, Familien, die Angehörige verloren, und Generationen, die mit den Folgen dieser Zeit leben mussten.
Das Festfahren der Front sorgte jedoch nicht nur in der Nordeifel für großes Leid. Vielmehr wurde dadurch das Überleben des Regimes – und das Leiden der Verfolgten – um Monate verlängert. Auch dies gehört zur Erinnerung an die Kämpfe „im“ Hürtgenwald dazu.
Die Gemeinde ist sich zunehmend seiner besonderen – und nicht immer unproblematischen – Form des Erinnerns bewusst. Auch der Hürtgenwaldmarsch hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt und verantwortungsvolle Wege der Erinnerung eingeschlagen. Neben dem gemeinsamen Marsch steht der Austausch, die historische Einordnung und die persönliche Auseinandersetzung mit dem Geschehenen im Mittelpunkt.
Der Hürtgenwaldmarsch richtet sich dabei nicht nur an Angehörige der Bundeswehr, sondern an alle Menschen, die sich mit unserer Geschichte auseinandersetzen und ein Zeichen für Frieden und Zusammenhalt setzen möchten. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bringen eigene Erfahrungen, Gedanken und Perspektiven mit. Dieser Austausch formt und fördert eine lebendige Erinnerungskultur. So wird der diesjährige Hürtgenwaldmarsch ein Zeichen des gemeinsamen Erinnerns, des respektvollen Austauschs und des Friedens sein.
Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und eine eindrucksvolle Veranstaltung mit vielen wertvolle Begegnungen.
Mit herzlichen Grüßen
Stephan Cranen
