Vorträge

Im Rahmen des Hürtgenwaldmarsches 2022 werden interessante Vorträge angeboten. Alle Vorträge finden im Dorfgemeinschaftshaus Vossenack, Im Oberdorf 56, 52393 Hürtgenwald am 03.09.2022 statt:

Vortrag 1, 12:00 – 13:00 Uhr
„Hitlers Inspektionsfahrten entlang des Westwalls, 1938 u. 1939“
Verstrickung der Eifelbevölkerung in die NS-Volksgemeinschaft

„Ein Volk – Ein Reich – Ein Führer“ (Völkisches NS-Dogma)

„Jedes Volk ist für seine Führung verantwortlich. Solange sie Erfolg hatte, habt Ihr gejubelt […].“ (Bernard Montgomery, 10. Juni 1945)

„Sie verurteilen Hitler nicht als Verursacher des Krieges und dafür, dass er sich in Europa ausgetobt hat – ihre Abscheu erwächst aus der Tatsache, dass Hitler den Krieg verloren hat.“ (Ed WILCOX: Military Gouvernement, in: Stars a. Stripes, Liege Edition, 6.02.1945

Vortragender: Rainer Hülsheger, Vogelsang-Referent & History-Guide, Kriegsereignisse 1944-45

Vortrag 2, 13:15 – 14:15 Uhr
„Ausgebeutet und vergessen!“
Niemand konnte während der NS-Zeit in Deutschland leben, ohne ihnen auf Schritt und Tritt zu begegnen: Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus ganz Europa waren allgegenwärtig. Darunter befanden sich Kriegsgefangene, KZ-Häftlinge, Juden, Roma und Sinti sowie ins Reich verschleppte Zivilarbeiter – Männer, Frauen und Kinder aus den besetzten Gebieten Europas. Erst in den 1980er Jahren beschäftigte sich die deutsche Öffentlichkeit mit dem unliebsamen Thema. Nicht so in der Nordeifel, hier blieb die NS-Zwangsarbeit noch jahrzehntelang tabuisiert. Erst vor wenigen Jahren setzte eine längst überfällige Aufarbeitung ein, bislang allerdings nur fragmentarisch. Kollektives Schweigen über das zweitgrößte Verbrechen während der NS-Zeit bestimmt vielerorts auch im Jahre 2022 die regionale Erinnerungskultur.
Vortragender: Konrad Schöller, GESCHICHTSWERKSTATT NORDEIFEL

Vortrag 3, 14:30 – 15:30 Uhr
„Abseits der Entscheidungszentren. Widerstand und Opposition im Rheinland während des Nationalsozialismus“
Jenseits prominenter Widerstandikonen gibt der Vortrag Einblicke in die laufende Erforschung der unterschiedlichen Facetten widerständigen Verhaltens gegen den Nationalsozialismus im Rheinland. Die auf Grundlage des LVR-Sonderprojektes „Widerstand im Rheinland 1933-1945“ vorgestellten Biographien, Ereignisse und Netzwerke bewegen sich zwischen Courage, Nonkonformismus, Opposition und offenem Widerstand. Die Geschichten erlauben nicht nur einen Einblick in Hintergründe und Motivation, sondern fragen auch nach Handlungsspielräumen, Ambivalenzen und dem Umgang mit der eigenen Vergangenheit nach 1945.
Vortragender: Keywan Klaus Münster, M.A., Landschaftsverband Rheinland (LVR)

Gemeinsam für den Frieden

„Erinnerung – Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft“ lautet das Motto des 38. Internationalen Hürtgenwaldmarsches 2022. Und es soll mehr sein als bloß eine einfache Formel. Damit dieser Anspruch eingelöst werden kann, haben wir zusammen mit regionalen Partnern wieder ein umfangreiches Begleitprogramm erarbeitet.

KULTUR- UND BILDUNGSPROGRAMM
„Gemeinsam für den Frieden“
Freitag, 2. September 2022
Kranzniederlegung auf der Kriegsgräberstätte Hürtgen
Theaterstück „Kampfeinsatz“ Axensprung Theater, Aula des Franziskus-Gymnasiums
Samstag, 3. September 2022
Geführte Touren zu Erinnerungs- und Lernorten
Wanderwege über verschiedene Distanzen (Start Sportplatz Vossenack)
Theaterstück „Kampfeinsatz“, Axensprung Theater, Aula des Franziskus-Gymnasiums
Weiteres Begleitprogramm mit Ausstellungen, Vorträgen und einigem mehr (Vossenack, Im Steinsfeld)
Freitag, 9. September 2022, 19:00 Uhr
Lesung „Winterbienen“ Autor Norbert Scheuer,
Aula des Franziskus-Gymnasiums Vossenack
Samstag, 10. September 2022, 19:00 Uhr
Filmvorführung „Nicht verzeichnete Fluchtbewegungen
oder: Wie die Juden in der West-Eifel in die Freiheit kamen“
von Dietrich Schubert, Aula des Franziskus-Gymnasiums Vossenack

Schreiben des Landeskommandos NRW

Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer, liebe Gäste des 37. Internationalen
Hürtgenwaldmarsches!
Das Landeskommando Nordrhein-Westfalen führte am Freitag und Samstag, den
08.und 09.10.2021, den Internationalen Hürtgenwaldmarsch zum 37. Mal durch.
Die Geschichte der grausamen Kämpfe im Hürtgenwald, in der Nordeifel und den
Ardennen sowie ihre politischen Hintergründe sind uns Verpflichtung, die Erinnerung
an sie wachzuhalten und daraus für die Gegenwart und Zukunft zu lernen. Vor diesem Hintergrund haben wir in diesem Jahr den internationalen Hürtgenwaldmarsch
mit neuen Partnern unter dem Motto: „Neue Wege der Erinnerung“ beschritten.
Neben den herausfordernden Marschstrecken richtet sich der Fokus der Veranstaltung auf die politische Bildung. Der Umbruch im Programm ist erforderlich und soll
nur der Anfang sein.
Neue Wege zu beschreiten, heißt aber alte Pfade zu verlassen. Rückblickend ist
festzuhalten, der neue Weg, das neue Konzept geht in die richtige Richtung. Wir
sind aber noch am Anfang des Weges und der Weg ist das Ziel. Wir wollen mit den
jetzigen Partnern das Konzept erweitern und weitere Partner gewinnen. Wer sich
dem Ansatz „Neue Wege der Erinnerung“ verpflichtet fühlt, ist herzlichst eingeladen,
uns auf diesem Weg zu begleiten.
Ich habe es sehr begrüßt, dass die örtliche Bevölkerung und die ansässigen Vereine
sowie die örtliche Feuerwehr sich hier erstmals aktiv beteiligt und uns, die Veranstaltung unterstützt haben. Dafür ganz herzlichen Dank.
Die Gemeinde Hürtgenwald und genauso der Kreis Düren sind sichtbar an unserer
Seite und begrüßen nachdrücklich die notwendigen und sichtbaren Justierungen.
Es ist mir aber ein besonderes Anliegen, mich hier an dieser Stelle bei allen Unterstützern sowie Teilnehmenden ganz herzlich zu bedanken.


Save the date
Der 38. Internationale Hürtgenwaldmarsch findet im nächsten Jahr am 02.–04.09.2022 statt. Ich lade Sie jetzt schon hierzu ein.


Ihr


Detlev Konrad Adelmann
Oberst
Stellvertretender Kommandeur und Chef des Stabes Landeskommando NW

Vorträge am 09.10.2021

11:00 Uhr

„Tradition und Traditionsverständnis der Bundeswehr – Das Problem der Wehrmacht“ Vortragende: Oberstleutnant Michael Peter, Zentrum Innere Führung

11:45 Uhr

„Kriegs-Erinnerungskulturen – Zur Bedeutung von Denkmalen, Ritualen und Gedenktagen“ Vortragende: Frau Dr. Hänel, LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

Ort: Ausstellungszelt, Im Steinsfeld 7, 52393 Hürtgenwald